Das Glattal - Kloten: Wenn der Flughafen nicht schläft
- Die Dazwischen Redaktion

- 6. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Du liegst im Bett.Fenster zu. Trotzdem hörst du es.
Ein dumpfes Dröhnen.Ein startendes Flugzeug.Mitten in der Nacht.
Für viele in der Region ist das Alltag.
Und 2026 wird sich einiges verändern.
Der Flughafen – Nähe und Belastung zugleich
Der Flughafen Zürich ist vieles gleichzeitig: Arbeitgeber.
Verkehrsknotenpunkt.Und für viele: eine konstante Lärmquelle.
Wer in Kloten, Bassersdorf, Dietlikon, Wallisellen oder Opfikon lebt, kennt diesen Rhythmus.
Früh am Morgen beginnt der Betrieb.Abends zieht sich der Lärm länger als einem lieb ist.
Der Flughafen ist Teil unseres Alltags. Genau hier dazwischen.
Nachtarbeiten: Was auf euch zukommt
Zwischen April und Oktober 2026 wird gebaut.
Nicht am Tag.Sondern nachts.
Der Grund ist simpel: Viele Arbeiten würden den Flugbetrieb tagsüber zu stark stören.
Geplant sind unter anderem Sanierungen von Pisten und Rollwegen sowie Arbeiten rund um das neue Dock A.
Was tun, wenn es zu viel wird?
Lärm lässt sich nicht komplett vermeiden.Aber ihr könnt ihn melden.
Beschwerden gehen direkt an die Flughafen Zürich AG.Sie ist verpflichtet, die Belastung so gering wie möglich zu halten. Wichtig zu wissen: Meldungen werden erfasst – und fliessen in die Bewertung der Situation ein.
Weniger Gebühren – mehr Druck auf laute Flugzeuge
Ab dem 1. Oktober 2026 ändern sich die Gebühren am Flughafen.
Für Reisende wird es günstiger: Die Kosten pro abfliegendem Passagier sinken um rund 10 Prozent. Gleichzeitig passiert etwas anderes – und das ist für die Region entscheidend:
Lautere Flugzeuge werden stärker belastet. Vor allem in den Nachtstunden.
Das Ziel: Airlines sollen leisere Maschinen einsetzen.
Schallschutz: Das wissen viele nicht
Ein Punkt, der oft untergeht:
Der Kanton Zürich unterstützt Haushalte in stark betroffenen Gebieten.
Zum Beispiel beim Einbau von Schallschutzfenstern.
Wenn du in der Nähe des Flughafens wohnst, lohnt sich ein kurzer Check. Viele wissen gar nicht, dass sie Anspruch haben.
Was bedeutet das alles für die Region?
Der Flughafen bleibt ein Spannungsfeld.
Er bringt Jobs. Er bringt Bewegung. Und er bringt Lärm.
Die Frage bleibt: Wie viel Wachstum verträgt die Region – und wie viel Ruhe braucht sie?
Eine einfache Antwort gibt es nicht.
Aber 2026 wird man sie stärker spüren als bisher.


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